Geschichte der Sürst


"Die hier vorgelegte ortsgeschichtliche Dokumentation berichtet über die Sürst (Berscheid, Groß-Schlebach, Irlenbusch, Klein-Schlebach, Krahforst, Kurtenberg, Merzbach, Nußbaum, Scherbach, Vogelsang und Neukirchen) am Nordrand der Eifel. Über 1100 Jahre alt ist die frühste schriftliche Erwähnung der Sürst, soweit wir davon Kenntnis haben.

Im Ablauf der Jahrhunderte entwickelte sich aus einem dicht bewaldeten Jagdgebiet der Pfalzgrafen bei Rhein mit verstreut liegenden Jagdhäusern nach Rodung von Waldbeständen ein bäuerlicher Siedlungsraum der bis heute Landwirtschaftlich geprägt ist. Die Menschen gestalteten die Landschaft nach ihren Bedürfnissen und hatten – in kleinen Orten und Weilern wohnend – ihr Zentrum im Kirchdorf Neukirchen. Es entstanden neue Oberhoheiten von Landesherren, neue Grundheerschaften mit Gerichtsorten, die ihre Berechtigung noch aus der Zeit der Wildhöfe von deren Hofesgerichten ableiten. Aus der Gemeinschaft der Untertanen eines Grund- und Gewaltsherren entwickelte sich neben der Kirchlichen Gemeinde eine Gemeinheit oder Gemeinde mit gemeinschaftlichen Verpflichtungen, aber auch Rechten und Freiheiten, die in einem Ortsrecht, einem Weistum, aufgezeichnet waren. Die Verletzung gemeinschaftlicher und Persönlicher Rechte, Kriege, Kriegslasten, Raubüberfälle und Übergriffe des Grundherren wurden vor Gericht gebracht und zeugen von Not, Krieg und Bedrückung, denen die Einwohner der Sürst seit dem Mittelalter ausgesetzt waren.

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Nach dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1794 ins Rheinland, dem Zusammenbruch der Kurstaaten mit deren feudalistischer Ordnung, waren auch die Einwohner der Sürst für zwei Jahrzehnte französische Staatsbürger geworden. Die Landsherrliche und Grundherrliche Zersplitterung der Sürst war beseitigt.

In der nachfolgenden preußischen Verwaltungszeit der Rheinlande gliederte sich die Sürst in zwei Verwaltungseinheiten, die Gemeinde Neukirchen und die Gemeine Queckenberg, anfänglich im Kreis Rheinbach, später im Landkreis Bonn. Diese Gliederung galt bis zum Jahre 1969, der Entstehung der Großgemeinde Stadt Rheinbach. Heute sind die Orte der Sürst Ortsteile der Stadt Rheinbach."1


1 Robert Koch, Orte und Weiler in der Sürst, Rheinbach 1985, S2, S13, S14, S19

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